16.
September

v.l.n.r.: Ulf Thiele MdL, Hans-Werner Kammer MdB und Björn Fischer

Konstruktiver Termin zur Perspektive der Nordseeinseln als Anschlusstermin mit dem Fraktionsvorsitzenden Björn Thümler auf Spiekeroog im Juli: Der CDU-Landtagskandidat Björn Fischer hatte zusammen mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer den niedersächsischen CDU-Generalsekretär, Ulf Thiele MdL, in den Sielhof nach Neuharlingersiel eingeladen, um drängende Probleme der friesischen Nordseeinseln zu besprechen.

Im Mittelpunkt der Gesprächsrunde, an der Vertreter der Kommunen, der Kurverwaltungen und der Reedereien teilnahmen, stand die Zugänglichkeit der Inseln. Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass die Erreichbarkeit der Inseln verbessert werden müsse, um Versorgung, Rettungswege und Tourismus zu verbessern. „Das touristische Image der Nordseeinseln leidet unter der leider oft unzuverlässigen Anbindung. Vollkommen inakzeptabel ist jedoch, dass selbst Rettungswege bei Niedrigwasser nicht immer gewährleistet sind“, so Björn Fischer.

„Das Problem beruht insbesondere auf fehlenden Fahrrinnenvertiefungen. Die Vielzahl der Akteure macht Fortschritte an dieser Stelle enorm schwierig“, betonte Hans-Werner Kammer. Von Ulf Thiele kam der bedenkenswerte Vorschlag, langfristig eine gemeinsame Gesellschaft der beteiligten Bundes- und Landesbehörden mit den Kommunen und Hafenzweckverbänden zu bilden, die allein die Unterhaltung der Fahrrinnen zum Ziel haben soll.

Fehlender Wohnraum und Arbeitskräftemangel bilden auf den Inseln und an der Küste weitere bedeutende Problemfelder. „Unsere Region hat eine hohe Lebensqualität. Deswegen zieht es auch viele Auswärtige hierher. Der hohe Bedarf an Mitarbeitern im Tourismus verschärft den Wohnraumbedarf weiter“, fasste Hans-Werner Kammer zusammen. Die Tourismuswirtschaft selbst sei hier gefordert, angemessenen Wohnraum für die Mitarbeiter zu schaffen. Zugleich müssten die staatlichen Rahmenbedingungen hierfür verbessert werden.

Für Björn Fischer zeigte die Diskussion, dass die Inseln einen verlässlichen Ansprechpartner für ihre spezifischen Themen in der Landesregierung brauchen: „Der Tourismus auf den Inseln und an der Küste ist von zentraler Bedeutung für die zukünftige Entwicklung Niedersachsens. Hannover darf die Region nicht stiefmütterlich behandeln.“

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