15.
September

Foto v.l.n.r.: Rüdiger Möllenberg, Hans-Werner Kammer MdB, Dr. Karl Harms und Jochen Ewald

 

Sauberes Trinkwasser, privat initiierte Schulen oder effizientere Landwirtschaft – es gibt viele Bereiche, in denen Entwicklungshilfe nötig und möglich ist. Das beweist der Freundeskreis Opportunity International Weser-Ems. Fast 800.000 Euro haben die engagierten Privatleute um Hans-Joachim Ewald, Dr. Karl Harms und Rüdiger Möllenberg in den vergangenen Jahren in der Region eingeworben.

Mit einer Überweisung in bedürftige Länder ist es jedoch nicht getan. Das Ziel ist vielmehr, Frauen und Männer in die Lage zu versetzen, ihre Familien durch Selbständigkeit dauerhaft zu ernähren und ihre Heimat so ein Stück voran zu bringen. Das funktioniert über sogenannte Mikrokredite. Mit einem kleinen Kredit von 100 bis 200 Euro können Teilnehmer beispielsweise in Ghana sanitäre Anlagen bauen und der Bevölkerung sauberes Trinkwasser bereitstellen. So entstehen nicht nur Arbeitsplätze, gleichzeitig wird auch die Gesundheit vor Ort gefördert. „Das ist eine hocheffiziente Verwendung von Hilfsgeldern. Hilfe zur Selbsthilfe ist viel nachhaltiger als Spenden per Gießkanne“, findet der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer.

Kammer begleitet und unterstützt die Arbeit von Opportunity International schon seit vielen Jahren. Nun ließ er sich von Joachim Ewald, Dr. Karl Harms und Rüdiger Möllenberg bei einem Gespräch in Jever auf den aktuellen Stand der Förderbemühungen bringen: „Es ist absolut beeindruckend, was hier auf die Beine gestellt wird, um in Entwicklungsländern zu helfen. Das ist moderne Entwicklungshilfe. Am besten kommen die Entwicklungsländer voran, wenn wir den Menschen vor Ort die Mittel geben, sich eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen und so ihr Land selbst voranzubringen.“

Kammer sicherte den Vertretern von Opportunity International die Unterstützung der Unionsfraktion für diesen Weg zu: „Seit 2005 haben wir die Entwicklungshilfeausgaben mehr als verdoppelt. Wir haben den Marshallplan mit Afrika auf den Weg gebracht. Aber staatliche und private Hilfe müssen Hand in Hand gehen, damit Fluchtursachen effektiv bekämpft werden können und sich die Lage in den Entwicklungsländern spürbar verbessert.“

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