20.
Juli

Industrieclub Roffhausen im Gespräch mit MdB Hans-Werner Kammer

Roffhausen. Für den Vorstand des Industrieclubs Roffhausen ist klar: „Wir brauchen jetzt sehr zügig ein schnelles Internet.“ Das sagt Ronald Brandes als Präsident des Unternehmerbundes mit Sitz im Technologie Centrum Nordwest (TCN). Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen empfing er am Mittwoch den Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer zu einem Informationsgespräch, der im Rahmen seiner Sommertour Station im TCN machte.

Brandes, wies darauf hin, wie entscheidend der zügige Breitbandausbau für die wirtschaftliche Zukunft der Region ist. „Wir müssen jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass hier auch in Zukunft noch gearbeitet werden kann“, so Brandes. Die zunehmende Flexibilisierung wie auch die Vernetzung der Arbeitswelt brauche schnelle Internetanbindungen. Wenn das nicht zügig geschehe, nützten der Hafen und die bestehende Industrie nichts mehr.

Hans-Werner Kammer erklärte, dass der Bund seine Hausaufgaben bereits gemacht habe und die Förderung des Breitbandausbaus vorliege. „Jetzt ist der Landkreis am Zuge und muss schnell handeln“, erklärte der Abgeordnete.

Ein weiteres Problem sieht der Industrieclub in der mangelhaften Anbindung des Geländes an den ÖPNV. „Viele Unternehmen hier auf dem Gelände arbeiten mit Praktikanten von der Jade-Hochschule. Die haben aber immer seltener einen eigenen PKW und wollen lieber öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Nur kommen sie damit kaum uns auf das Gelände“, bemängelte Brandes. Dieses führe so weit, dass einzelne Unternehmen den Standort im TCN für sich in Frage stellten, da die Erreichbarkeit nicht im erforderlichen Maße gegeben sei.
Ganz aktuell werde unter den Firmen im TCN Gelände die Zukunft der TCN-Marketing Gesellschaft diskutiert. „Wir wünschen uns seit Jahren, dass die Gesellschaft mehr Aktivitäten im Bereich der Wirtschaftsförderung entwickelt“, erklärt Brandes seinen Besuchern. Nun sei seitens des Landkreises und der Stadt Schortens als Anteilseignern an der Gesellschaft angekündigt worden, die Wirtschaftsförderung neu aufzustellen. „Der Industrieclub ist ebenfalls Anteilseigner an der Gesellschaft. Und wir fordern, dass nicht nur die Verwaltung und Politik in diesen Prozess eingebunden werden, sondern auch und gerade die Wirtschaft“, stellte Brandes klar. Bei allen Verdiensten, die der Geschäftsführer Holger Ansmann um die Gesellschaft und den Standort habe, sei es nun dringend geboten, einen Neuanfang zu machen. „In den letzten drei Jahren ist hier kaum etwas passiert. Jetzt müssen wir neu starten, um das Gelände und die Wirtschaftsförderung wieder in Schwung zu bringen“, so Brandes abschließend.

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