26.
Mai

Am Dienstag fand in Berlin eine Konferenz zu den viel diskutierten Sicherheitsvorschriften für Traditionsschiffe statt. Fast 70 ehrenamtliche Vertreter von rund 45 Traditionsschiffen waren dazu angereist.

„Die Gespräche mit den Traditionsschifffern und Verbänden liefen insgesamt sehr konstruktiv. Wir haben uns mehrere Stunden Zeit genommen, um uns über die erforderlichen Änderungen auszutauschen und konnten damit viele Bedenken ausräumen. Uns eint das gemeinsame Ziel, die Zukunft der Traditionsschifffahrt langfristig zu sichern“, so der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann. Die Sicherheitsverordnung sei ein vernünftiger Ausgleich, der die Sicherheit von Besatzung und Passagieren gewährleiste und gleichzeitig das maritime Erbe wahre.

Unterdessen hat die Europäische Kommission gestern den vom Bundesverkehrsministerium vorgelegten Entwurf verschärft. Die Richtlinie soll nur für diejenigen Traditionsschiffe gelten, die vor 1965 als Fahrgastschiff entworfen worden sind. Alle anderen müssten ein reguläres Fahrgastschiffzeugnis unter deutlich härteren Bedingungen beantragen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer sieht die Verantwortung dafür auch beim Koalitionspartner: „Meine Befürchtung hat sich bewahrheitet, dass Brüssel die Traditionsschifffahrt strenger regeln will. Die SPD hat mit ihrer lauten Kritik an der Regelung der Traditionsschifffahrt einen Bärendienst erwiesen. Es ist selten eine gute Idee, schlafende Hunde zu wecken.“

Kammer gibt die Hoffnung für die übrigen Traditionsschiffe jedoch nicht auf: „Jetzt ist das Ministerium gefordert, bald eine Lösung für die übrigen Traditionsschiffe auf den Tisch zu legen.“

 

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