26.
Mai

Bundestagsabgeordneter zu Besuch auf Spiekeroog

Am Dienstag besuchte der Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer (CDU) die Insel Spiekeroog. Bei Bürgermeister Matthias Piszczan informierte sich Kammer über aktuelle Probleme der Insulaner.

Beim Rundgang mit Ratsfrau Inge Redelfs machten Kammer und Piszczan unter anderem Halt an der geplanten Erweiterung der Siedlungsflächen im Norden des Ortskerns. Dabei tauschten sich die Politiker über den Mangel an bezahlbarem Wohnraum aus. Kammer warb dafür, dass bei der Schaffung von Wohnraum soziale Gesichtspunkte nicht vernachlässigt werden dürften. „Ich werde die Möglichkeit einer praxisgerechten Lösung prüfen, die Modellcharakter für andere Inseln haben kann“, so der Bundestagsabgeordnete.

Am Hafen machte sich Kammer ein Bild von der Steganlage für Rettungsboote. Deren Verfassung stellt ein ernstes Problem dar (siehe Foto). „Bei Niedrigwasser haben wir keine Möglichkeit über diesen Steg Menschen aufs Festland oder Retterinnen und Retter auf die Insel zu bringen“, so Inge Redelfs. „Hier muss man schnell eine Lösung finden, damit die medizinische Anbindung zum Festland sichergestellt ist“, so Kammer und Piszczan einstimmig.

„Im Übrigen“, so Kammer, „ist das Land Niedersachsen dafür zuständig, dass die Insel tideunabhängiger erreicht werden kann. Rot-Grün hat seine Aufgaben zu Lasten der Nordsee-Inseln in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt.“

Ein anderer Störfaktor für die Nordsee-Inseln ist der Müll, der über das Meer an den Strand gespült wird. „Für den Strand ist das Land Niedersachen zuständig. Hier erwarte ich ein Lösungsangebot der rot-grünen Landesregierung. Es kann nicht sein, dass die Inselgemeinde auf den Kosten der Reinigung und Entsorgung sitzen bleibt“, so Kammer. Er werde nun die CDU-Landtagsfraktion in Kenntnis setzen, damit sich diese des Themas annehmen kann.

Auch über die Situation der Freiwilligen Feuerwehr tauschte sich Kammer mit den Insulanern aus. Der Parlamentarier versprach, sich für Verbesserungen im Sinne der ehrenamtlichen Helfer einzusetzen.

Diesen Artikel teilen:
Kommentare: