28.
April

Der Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer (CDU) ist enttäuscht. Auch im bevorstehenden Bundestagswahlkampf muss wohl wieder mit einer regelrechten Plakatflut gerechnet werden.

„Ich hatte vorgeschlagen, auf eine umfangreiche Plakatierung zur Bundestagswahl zu verzichten“, erläuterte Kammer. Lediglich Großflächenplakate sollten nach seiner Vorstellung aufgestellt werden. Er wollte damit vermeiden, dass an jeder Straßenlaterne im Wahlkreis ein Wahlplakat hängt. Leider habe die SPD-Kandidatin diesen Vorschlag abgelehnt.

Mit dem Verzicht auf Wahlplakate wollte Kammer nicht nur ein Signal in Sachen Umweltschutz und Ressourcenschonung setzen. Auch der Faktor Tourismus spielte in seinen Erwägungen eine Rolle. „Viele Touristen, die unsere Region in den Sommermonaten besuchen, fühlen sich von der massiven Plakatierung gestört“, so Kammer. Umso bedauerlicher sei es, dass das Angebot nicht angenommen wurde.

Der oft sorglose Umgang mit Wahlkampfutensilien schade der Umwelt und den nachfolgenden Generationen. Schließlich landeten die meisten Unterlagen, so interessant die Informationen auch sein mögen, früher oder später im Müll.

Vor diesem Hintergrund bittet Kammer die SPD darum, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. „Zu begrüßen wäre es auch, wenn sich alle anderen zur Wahl stehenden Parteien unserem Ziel anschließen könnten, eine Materialschlacht zu verhindern“, so der Bundestagsabgeordnete.

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