19.
April

Schiffsart, Tonnage, Ladung – so wird meistens über die Schiffe berichtet, die Wilhelmshaven und andere Häfen anlaufen. Für ihre Besatzung sind die Schiffe jedoch mehr, nämlich ihr zeitweises Zuhause. Oft sind die Seeleute monatelang von ihrer Heimat entfernt, alle paar Tage in einem neuen Hafen. „Es ist ein abwechslungsreiches Leben, in dem man die ganze Welt kennenlernen kann. Gleichzeitig bedeutet das Leben auf See auch zahlreiche Entbehrungen. Ich danke für das großartige Engagement für das Wohl der Seeleute aus aller Welt“, so der Unionsabgeordnete Hans-Werner Kammer bei seinem Besuch der Seemannsmission Wilhelmshaven.Kammer, der im Bundestag für Seeschifffahrtsthemen zuständig ist, wurde begleitet von Wilhelmshavens Bürgermeisterin Ursula Glaser und dem CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagskandidaten Stephan Hellwig. „Jeder Hafen ist ein Tor zur Welt. Die Seemannsmission Wilhelmshaven heißt die Seeleute seit 1959 an der Jade willkommen. Tausende profitieren jedes Jahr vom ehrenamtlichen Engagement der Helferinnen und Helfer“, so Kammer. Zu fast 5.000 Seeleuten hatte die Seemannsmission Wilhelmshaven allein im vergangenen Jahr Kontakt.

Der Vorsitzende Wilfried Adam präsentierte nicht ohne Stolz die Arbeit der Seemannsmission, sprach zugleich aber auch Probleme an. Schwierigkeiten bereiten beispielsweise die bürokratischen Voraussetzungen für Prepaid-Karten, ohne die Seeleute kaum Kontakt in die Heimat pflegen können.

Hans-Werner Kammer versprach, sich auf Bundesebene für den Abbau von bürokratischen Hürden einzusetzen. „Die Seemannsmissionen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Seeleuten das Leben zu erleichtern. Wir sollten ihre Arbeit nicht erschweren, sondern sie dabei unterstützen“, so der CDU-Politiker.

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