13.
April

Hans-Werner Kammer hat mit der Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung aktuelle Themen der maritimen Wirtschaft und des Wilhelmshavener Hafens besprochen. Thema war insbesondere die Mittelweser. „Das Thema Mittelweser-Endausbau ist deshalb für Wilhelmshaven von höchstem Interesse, weil das auf lange Sicht die einzige Chance für den einzigen deutschen Tiefwasserhafen ist, mit Hilfe von seegängigen Binnenschiffen einen Binnenwasserstraßenanschluss zu erhalten und damit die Trimodalität zu gewährleisten“, erklärt John H. Niemann, Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung.

Voraussetzung für die Umsetzung und für die generelle Erhöhung des Transportvolumens auf der Weser ist aus Sicht der Wirtschaftsvertreter jedoch der Abschluss des begonnenen Ausbaus der Mittelweser für Großmotor-Güterschiffe (GMS). „Fast 30 Jahre nach Abschluss des ersten Verwaltungsabkommens zwischen dem Bund und dem Land Bremen sind die vereinbaren Baumaßnahmen in den Flussabschnitten und Schleusenkanälen der Mittelweser immer noch nicht abgeschlossen. Bisher wurden über 250 Millionen € investiert, jedoch ohne verkehrlichen Nutzen“, erläutert Ralf-Rüdiger Heinrich vom Wirtschaftsverband Weser.

Hans-Werner Kammer wird sich beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) dafür einzusetzen, diese Maßnahmen erneut einer intensiven Prüfung zu unterziehen: „Wenn das Vorhaben Sinn macht, sollten wir es auch realisieren.“

Ein weiterer Gesprächspunkt war die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). Kammer stellte hierzu klar: „Eine Verlegung der in Wilhelmshaven ansässigen Revierzentrale nach Cuxhaven soll es nicht geben. Das gilt auch für einen Standortwechsel der Schiffe und der Besatzungen in Wilhelmshaven im Zuge der geplanten zentralen Bereederung der WSV-eigenen Schiffe.“

Diesen Artikel teilen:
Kommentare: